Unfall im Wasserschutzgebiet: Vorsorgliche Maßnahmen Quelle vom Netz genommen

Aufgrund des Verkehrsunfalls im Wasserschutzgebiet zwischen Höpfingen und Waldstetten am 3. September (die FN berichteten) wurden nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und dem Wasserwirtschaftsamt vorsorgliche Maßnahmen eingeleitet, denn: Infolge des Verkehrsunfalls ändern sich die Mischverhältnisse des Trinkwassers auf dem Gemeindegebiet Höpfingen und Waldstetten“, erklärte Bürgermeister Christian Hauk gegenüber den FN. 

So sei vorsorglich die Quelle „Erfelder Mühle“ der Wasserversorgung Höpfingen bis auf weiteres vom Netz genommen worden. Sie werde entsprechend den behördlichen Vorgaben des Gesundheits- und Wasserwirtschaftsamtes überwacht und beprobt. In diesem Zusammenhang ändere sich laut Hauk das Mischverhalten des gesamten Trinkwassers des Gemeindegebiets. „Die Trinkwasserversorgung ist weiterhin sichergestellt“. 


Wassertrübungen möglich

Die Änderung des Mischverhaltens führe zu einer Änderung der Wasserhärte, weshalb Trübungen entstehen könnten. Hauk: „Das Trinkwasser kann bedenkenlos weiterverwendet werden. Es entspricht der Trinkwasserverordnung. Die Qualität des Trinkwassers wird hierdurch nicht beeinflusst.“ 

Ebenfalls in der Folge des Verkehrsunfalls betroffen sein könnte nach Angaben des Bürgermeisters die Wasserversorgung der Gemeinde Hardheim. Hier sei die Beeinträchtigung der Tiefbrunnen in der Herrenau aufgrund des Verlaufs der geologischen Schichten nicht auszuschließen. Zur Überwachung würden die Tiefbrunnen A bis E in dem durch das Gesundheitsamt vorgegebenen Rhythmus beprobt und auf Rückstände von Pflanzenschutzmittel hin untersucht.
Keine Auffälligkeiten

Als Vorwarnmessstellen dienen der Kirchenbrunnen sowie weitere Probestellen in Bretzingen. Erste Untersuchungen hatten keine Auffälligkeiten ergeben. Vorsorglich wurden die beiden Tiefbrunnen B und C vom Netz genommen. Diese könnten aufgrund der geologischen Beschaffenheit der einzelnen Schichten am ersten betroffen sein. Änderungen an der Wasserqualität und der chemischen Zusammensetzung des Frischwassers ergäben sich nicht. 

„Die durch das Gesundheitsamt angeordneten Untersuchungen werden fortgeführt“, so Hauk, „eine Gefährdung kann derzeit ausgeschlossen werden. Betroffen sind ausschließlich der Kernort Hardheim und Rüdental.“ 

Die Wasserversorgung könne auch nach vorübergehender Außerbetriebnahme der beiden Tiefbrunnen aufrechterhalten werden. „Die weiteren Tiefbrunnen sowie die Rüdentaler Quellen bleiben am Netz und reichen zur Sicherstellung Trinkwasserversorgung des Kernorts Hardheim einschließlich Rüdentals aus“, so Hauk. Sollten aufgrund entsprechender Analyseergebnisse mit dem Gesundheitsamt weitere Schritte einzuleiten sein, besteht die Möglichkeit, über die Wasserversorgung der Stadtwerke Külsheim eine Notversorgung einzurichten. 

ad